Blogs sind schlechter als Sex, aber besser als Privatfernsehen.
-Don Alphonso

Warum schreibe ich dieses Blog? Das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, oder? Hast Du nicht genug zu tun? – Vielleicht kann etwas Information für den noch Uninitiierten bei der Beantwortung dieser Frage helfen:

  • Blogs sind ein Phänomen von Web 2.0, der gegenwärtigen Generation von Web-Anwendungen. Google ist ein weiteres Beispiel. In kurzer Zeit wird Web 2.0 unseren Umgang mit Information und unsere Kommunikation völlig reformieren.
  • In der Vergangenheit (na ja, vor 15 Jahren) war Deutschland noch nicht vereint, und Leute wie ich sammelten nützliche Informationen, und begruben sie in “FAQ”-Dateien. Für Diskussionen gab es “newsgroups” auf Usenet. Diese gibt es immer noch, und sie sind lebendig.
  • Blogs,früher “weblogs” genannt, sind das Letzte und Größte – das Blog-Spektrum geht von Tagebucheinträgen über Reiseberichte zu kleinen journalistischen Juwelen. Sie sind jedoch erst dann wirklich mächtig, wenn sie als menschliches Netzwerk aufgesetzt sind, d.h. wenn eine Gruppe von Leuten mit gemeinsamen Interessen (man spricht von einer “community”), blogs füreinander erzeugen – zum Lesen, Linken und Kommentieren.

Warum also schreibe ich dieses Blog?

  1. Ich lehre Wirtschaftsinformatik, und musste mein Wissen über die neuesten Anwendungen von allen Seiten “updaten” – nichts ist besser, um das zu tun, als selber teilzunehmen! (Ich habe auch ein teaching blog.)
  2. Ich bin ein besessener Sammler irrelevanter Informationen … als Student pflegte ich 3 FAQ Dateien in meinem Forschungsbereich, und ich liebte diesen Job. Aber das Netz ist jetzt erwachsener geworden (es ist jetzt ein Teenager), und ich muss mit der Zeit gehen …
  3. Ich teile meine Gedanken und Ideen gerne mit bevor sie “spruchreif” geworden sind – oder so reif, dass sie schon zu riechen beginnen. Wenn ich sie nicht aufschreibe, dann gehen sie mir in der Regel verloren (nicht, dass das so schlimm wäre, ich weiß).
  4. Ich glaube, dass ein Netzwerk aus Blogs zum Thema Executive Coaching, das (anonymisierte) Klientengeschichten, Ideen, Gefühle, Trends usw. dokumentiert, eine nützliche Ressource wäre – die auch irgendwie zu dieser merkwürdigen Aktivität “coaching” passt.

Ich könnte vermutlich noch mehr Gründe produzieren … wenn Sie interessiert genug sind, um 5 Minuten zu opfern (so lange dauert es, ein Blog aufzusetzen), und einen sehr kleinen Teil Ihrer Zeit wann immer die Muse sie berührt, dann melden Sie sich bitte bei mir!

Warum ist dieses Blog auf Englisch geschrieben?
Tja, gute Frage – nächste Frage! Nein, im Ernst: wenn ich es auf Deutsch verfassen würde, dann wären zu viele meiner Kontakte, Freunde und Kollegen ausgeschlossen – während man von aufgeschlossenen, modernen Deutschen mittlerweile umgangssprachliches Englisch verlangen kann (jedenfalls tue ich das). Mea culpa.

Caveat: Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass ein Blog kein Essay ist, oder ein (jemals beendeter) Artikel-ein Blog gleicht einem Geistesblitz, einer mentalen Entladung, einem Puzzle. Es ist dazu gedacht, herumgeworfen und für immer editiert, und am Ende vielleicht weggeworfen zu werden!

Viel Spaß beim Lesen!

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